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Starkbierfeste und Humor g’hern zam

Mit rund 250 Gästen war die zur Festhalle umfunktionierte Sporthalle beim Starkbierfest von CSU, FU und JU gut besucht. Ein Singspiel gibt es bis dato in der Gemeinde noch nicht, wohl aber humorige Einlagen, die neben der Starkbierrede von „Bruder Hasselbär“ für humorige Unterhaltung sorgten.

„Conférencier“ Markus Fischers Aufgabe war insbesondere die Begrüßung der Polit-Promis, vom Landtagsabgeordneten über den Landrat, Bürgermeister und Altbürgermeister bis hin zu den Bürgermeistern der Nachbargemeinden. Als einziger Ehrengast durfte MdL Alexander Flierl ein kurzes Grußwort sprechen, in dem er darum bat, vom Starkbierredner „a bisserl geschont zu werden“.

Anzapfen mit reiner Muskelkraft

Der durch den langjährigen Umgang mit Bierfässern und dem Ritual des Anzapfens vertraute CSU-Vorsitzende Bernd Hasselfeldt benötigte keinen Holzschlegel, um den Zapfhahn in das Fass zu schlagen, es reichte dazu seine Muskelkraft aus. Mit dunklem Bodenwöhrer Bock in Steinkrügen stieß man auf einen heiteren Abend an, die Schwandorfer Blasmusik sorgte für eine zünftige musikalische Umrahmung.

Das Showprogramm wurde mit dem „bayerischen Dreikampf“ eröffnet: Kartoffelschälen, Nägel einschlagen und Fingerhakeln waren die drei Disziplinen für die acht Kandidaten. Als beste Kartoffelschälerin entpuppte sich dabei Gemeinderätin Cornelia Heyne, wobei sie nicht unbedingt den größten Erdapfel hatte. Als bester Nagler Steinbergs erwies sich Landrat Thomas Ebeling: zielsicher schlug er den Zimmermannsnagel in den Baumstumpf. Eine weniger gute Figur beim Nageln machte Bauhofmitarbeiter und Burschenvorstand Franz Scharf jun.. Trotz einschlägiger handwerklicher Kenntnisse war seine Treffsicherheit eher gering, nach einer Halbe „Zielwasser“ aber traf auch er den Nagel auf den Kopf.

In der dritten Disziplin, dem Fingerhakeln zog Landrat Thomas Ebeling Bürgermeister Harald Bemmerl in Windeseile über den Tisch, Sieger dieser Disziplin aber wurde letztlich Bernd Hasselfeldt.

In einem weiteren Sketch der JU wurde das Stück „Ein Steinberger im Himmel“ frei nach dem „Münchner im Himmel“ nachgespielt und sorgte für Beanspruchung der Lachmuskulatur. Erzürnt vom roten Radler-Engel im Himmel wurde der rebellierende Steinberger Engel „Bernardus“ als göttlicher Bote wieder auf die Erde geschickt, um dem Bürgermeister die göttlichen Ratschläge zu überbringen. Den Umschlag, den er dann an Bemmerl überreichte, beinhaltete einen Aufnahmeantrag für die CSU!

Bruder Hasselbär in Aktion

Bei der reichhaltig bestückten Tombola gewann Ex-Seelania-Präsident „Oich“ eine viertägige Berlinfahrt, Wackersdorfs Bürgermeister Thomas Falter musste sich mit einem Gutschein für eine Tretbootfahrt auf dem Steinberger See begnügen. Falter war dann auch das erste Ziel des Starkbierredners, dem heuer der Künstlername „Bruder Hasselbär“ verpasst wurde.

Die anstehende Bürgermeisterwahl in der Nachbargemeinde sei keine richtige Wahl, denn dazu gehörten mindestens zwei Kandidaten. Hasselfeldt besonderer Gruß ging an die „goldmedaillenbehängten Bierpantscher“ aus Bodenwöhr und an deren Chef Markus Jacob, dessen Gesicht bis zum „Gnack“ reiche.

100 Kilo Unterschied

An den Steinberger Bürgermeister Harald Bemmerl überreichte der Fastenprediger einen Fuchsschwanzsäge, damit dieser auch noch die restlichen Bäume in der Gemeinde umschneiden lassen könne.

Auf die Frage, was denn der Unterschied zwischen Bemmerl und ihm sei, kam spontan ein Zwischenruf aus dem Publikum: „100 Kilo“; der Zwischenrufer sorgte damit freilich für ein großes Gelächter bei den Gästen.

Als Hasselfeldt die „große Politik“ streifte, wurde es ruhig im Saal. Irgendwie passten die ernsten Themen Asylpolitik und AfD nicht so recht zur sonst humorigen Rede. (smx)

 

Quelle: http://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf/gemeinden/steinberg/starkbierfeste-und-humor-ghern-zam-21487-art1494089.html